Zwischen Ablehnung und Anerkennung : katholische Stellungnahmen zur gleichgeschlechtlichen Ehe in Deutschland

Stephan Goertz
Unbehagen gegenüber gleichgeschlechtlichen Ehen, ob religiös oder kulturell begründet, ist verfassungsrechtlich kein starkes Argument. Der Fortpflanzungsaspekt der Ehe ist unbestritten gesellschaftlich förderlich, er hat „mittelbar freiheitssichernde Funktion“ (Meyer). Die katholische Kritik an der gleichgeschlechtlichen Ehe neigt dazu, dieses Institut als gemeinwohl- und freiheitsgefährdend darzustellen. Wenn aber die Plausibilität dieser Position schwindet, weil gleichgeschlechtliche Ehen weder in bestehende Freiheitsrechte von gegengeschlechtlichen Eheleuten eingreifen noch sich als sozial nachteilig erweisen, dann ist die generelle Ablehnung der gesetzlichen...
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